Torben Schiffer hat erforscht, wie staatenbildende Honigbienen auch heute in der Natur fernab menschlicher Eingriffe überleben. Daraus ist der "Schiffer Tree" entstanden. Hergestellt wird die artgerechte Bienenbehausung, ähnlich einem ausgehöhlten Baum, in der Pockinger Caritas-Werkstatt. Etwa 1,5 Meter hoch bei einem Durchmesser von 35 Zentimetern wird der Holzstamm auf den Boden gestellt oder in einen Baum gehangen. Am Samstag, 19. September, um 14.00 Uhr, wird das Produkt im Ökologischen Zentrum Passau-Stelzlhof vorgestellt. Aufgrund der Corona-Maßnahmen ist eine Anmeldung unter info@biokreis.de nötig.
Die Hauptverantwortlichen in der Caritas Werkstatt Pocking für die Bienenbehausung: links Stephan Kilger, Gruppenleiter Schreinerei (li.) und Rainer Pfaffinger, Arbeitsvorbereitung, (re.)WfB Pocking
Caritasvorstand Michael Endres (mi.) vor der neuen Bienenbehausung in luftiger Höhe mit dem Abteilungsleiter Arbeit und Werkstätten, Helmut Weber (re.) und Erich Auer, Leiter Caritas Werkstatt Pocking
Rainer Pfaffinger aus der Werkstatt-Schreinerei hat via TV vom "Schiffer-Tree" erfahren und dann zu entwickeln begonnen. Jetzt wird die Bienenbehausung zum ersten Mal in Deutschland produziert. Pfaffinger, selbst ein Bio-Bauer im Nebenerwerb, beschreibt den Einsatzbereich des "Schiffer-Trees" so: vor allem für angehende Stadtimker, die sich aufgrund des Arten- und Umweltschutzes zur Haltung von Bienen entscheiden. Außerdem sieht er den Tree in Obstbau- und (Bio-) Landwirtschaftsbetrieben, die auf Bestäubung angewiesen sind und nicht auf die Honigproduktion. Um die Baumhöhle für Bienen und andere staatenbildende Insekten optimal zu simulieren, wird der Tree in etwa 4 bis 5 m Höhe aufgehängt. Er kann aber auch mittels Bohrungen am Fußteil am Boden befestigt werden.